Online-Veranstaltungsreihe Feministische Politik: Rolle rückwärts in die 50er?

24/06/2020 20:00 - 21:30

Veranstaltungsreihe Feministische Politik

Vom 17. Juni bis 8. Juli 2020, immer mittwochs, immer 20 Uhr

Frauen kommt in Krisen, wie wir historisch wissen, eine besondere Bedeutung zu. Durch strukturelle Benachteiligungen sind sie von Härten und Einschnitten besonders betroffen, durch Rollenzuschreibungen und verlagerten Handlungsdruck besonders gefordert, mangels politischer Einsichten und Mehrheiten für neue, geschlechtergerechte Notwendigkeiten gehen sie häufig als Verliererinnen aus Krisenpolitiken hervor. Linke Politikerinnen diskutieren in vier online Veranstaltungen mit kompetenten Gästen die Auswirkungen des Pandemie Lockdowns auf die Lebenswirklichkeit von Frauen und erörtern, welche Maßnahmen jetzt notwendig sind.

Schaltet euch ein und diskutiert mit!

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Rolle rückwärts in die 50er?

Mittwoch, 24. Juni 2020, 20 Uhr

Frauen wurden durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen in eine massive Rolle rückwärts gestoßen. Erwerbstätige Frauen stecken bei der Arbeit zurück, um Kinder zu betreuen. In Haushalten mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren reduziert etwa jede dritte Frau ihre Arbeitszeit. Bei Männern beträgt der Anteil 16 Prozent, also nur etwa jeder sechste Mann arbeitet weniger, alte Rollenbilder verfestigen sich und Frauen übernehmen jetzt noch mehr Hausarbeit.

Auch wenn wir nicht komplett in die 50er Jahre zurück katapultiert wurden, so geht die Corona-Pandemie doch  deutlich zu Lasten von Frauen. Die Belastung von  Frauen war bereits vor Corona konstant auf eine harte Probe gestellt und ist nun während der Pandemie mit schieren Überlastungen verbunden, besonders  Alleinerziehende sind davon massiv betroffen.

Die Diskussionen zur Öffnung der Schulen und Kitas sind verständlich, offenbaren aber einmal mehr die grundsätzliche gesellschaftliche Schieflage.  Über Lösungen und Perspektiven mit Blick auf die Verfestigung von Bildungsungerechtigkeit, Verteilung von Betreuungs- und Sorgearbeit und eine Verschärfung der Armut und Lohnlücken zwischen Frauen und Männern möchten wir gerne mit

  • Karin Petzold, GEW – Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und
  • Helene Heine – Verband alleinerziehender Mütter und Väter diskutieren.
  • Moderation: Katrin Werner (MdB, DIE LINKE)

Zoom: us02web.zoom.us/j/81256499643
Telefon: +49 30 5679 5800 or +49 695 050 2596 or +49 69 7104 9922
Webinar-ID: 812 5649 9643

Livestream

Alle Verstaltungen werden zeitgleich zu Zoom auch im Livestream übertragen.

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Veranstaltungsort