Veranstaltung Inge Hannemann

10. Februar 2014  Allgemein

Am 5. Februar 2014 fand die angekündigte Veranstaltung statt. Leider musste Inge Hannemann am Abend zuvor ins Krankenhaus und konnte deswegen nicht kommen.

 

Dass unsere Veranstaltung, für die ja viele von Euch einiges geleistet haben, nicht ins Wasser viel, hatten wir kurzfristig Marcel Kallwass, dem wir herzlich danken, dazu gewinnen können, der Inge würdig und kompetent vertrat.

Er berichtete über die Umverteilung von unten nach oben, die ja bekanntlich auch mit Steuererhöhungen zulasten aller Lohnabhängigen und mit Steuersenkungen für die Reichen verbunden ist.

 

Mindestens 1 Million Menschen hat man in die Leiharbeit verschoben. Arbeitslose haben weder Berufs-, noch Qualifikationsschutz und laufend Eingriffe in die Privatsphäre. Stattdessen werden sie mit grundge-setzwidrigen Zumutbarkeitsregeln und Sanktionen als Machtfaktor bedroht.

 

Das Hartz-System kann nur dadurch umgesetzt werden, indem man den Mit-arbeitern ein Zielsystem vorlegt, welches diese zu erreichen haben. Dazu werden Zahlen vorgegeben, wie lange jemand arbeitslos sein darf, wie viele dürfen vermittelt werden. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob sich Arbeitslose nach 3 Monaten wieder beim Jobcenter arbeitslos melden müssen.

 

Auf der anderen Seite erhalten dann die Chefs Prämien, wenn ihre Mitarbeiter die Ziele erreicht haben. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass hinter den Zahlen Menschen stehen.

 

Zustände in den Firmen, wie etwa bei Amazon wären ohne die Arbeitsagenturen nicht möglich, wenn diese die katastrophalen Arbeitsbedingungen nicht begünstigen würden und die dort arbeitenden Menschen kündigen könnten, ohne mit Sanktionen konfrontiert zu werden.

 

Als hochbrisant sprach Marcel Kallwass das Verhältnis der Arbeitsagenturen zur Bundeswehr an. Seit ihrem Umbau zur Berufsarmee, fehlen ihr die Wehrpflichtigen. Junge Menschen werden mit Karrierechancen geködert, hinter denen nichts anderes als die Option steckt, im Ernstfall andere Menschen tot zu schießen oder selbst erschossen zu werden. Die Bundeswehr wird als moderner Arbeitgeber dargestellt. Die zunehmenden

 

 

Rufe nach mehr militärischer Beteiligung deutscher Soldaten in aller Welt, lassen dies in einem deutlichen Licht erscheinen.

 

Hier handelt die BA ebenfalls verfassungs-widrig, weil die Bundeswehr laut Grundgesetz nur zur Landesverteidigung bereit stehen darf.

 

Stattdessen stiftet das staatliche Gewalten-monopol Arbeitslose durch die Androhung von Sanktionen zu Mord und Verbrechen an. Auch bei Lehrstellen-Messen steht die Bundeswehr immer mit im Angebot. Dazu wird eine bestimmte Zahl von Arbeitslosen über die Jobcenter zum Besuch dieser Messen unter Androhung von Sanktionen verpflichtet.

 

Dass das über die Bundesagentur für Arbeit überhaupt möglich ist, verdanken wir dem BA-Chef Weise. Dieser war früher stellver-tretender Regimentskommandeur und Dezer-nent im NATO-Stab der Bundeswehr.

 

Selbstverständlich werden wir sobald Inge Hannemann wieder gesund ist und einen Termin für uns frei hat, sie zu einer weiteren Veranstaltung nach Esslingen einladen.