Matinee am 17.03.2013 in Kirchheim

25. März 2013  Allgemein

IMG_0061OV Kirchheim Matinee mit Claudia Haydt

Als Zusammenschluss von 15 europäischen Parteien wurde die EL „Europäische Linke“ am 8. Mai 2004 in Rom gegründet. Heute gehör-en zur EL 25 Parteien mit insgesamt etwa 500.000 Mitgliedern, darunter auch Mitglieder der LINKEN an. Daneben arbeiten etwa ein Dutzend Parteien mit Beobachterstatus in der EL. Die EL ist auch für Parteien außerhalb der Europäischen Union offen.

 

Im Europaparlament bilden die Abgeordneten der EL-Mitgliedsparteien zusammen mit Vertretern zahlreicher anderer progressiver und linker Parteien die „Konföderale Fraktion der europäischen Linken/Nordisch Grüne Linke“ (GUE/NGL). Die GUE/NGL ist die sechststärkste Fraktion im Europaparlament.

 

Die EL hat sich zusammengefunden um basierend auf der Idee von Gerechtigkeit und Solidarität ein politisches Gegenmodell zum global agierenden, neoliberalen Kapitalismus zu entwickeln. Sie sieht diesen konkurrenzorientierten Kapitalismus als Ursache der Finanzkrise, globaler Verarmung, immer neuer Kriege und

 

 

einer wachsenden Militarisierung nicht nur in den europäischen Staaten und tritt für eine konsequente Friedenspolitik ein.

 

Der herrschende Kapitalismus zeichne sich aus Sicht der EL dadurch aus, dass er eine Art „Klassenkampf der Superreichen gegen die Mehrheit der Gesellschaft“ führt, indem er Verluste sozialisiert, Arme durch unmenschliche Sparpolitik noch ärmer macht und die Profite der Reichen sichert“.

 

Die Referentin wies darauf hin, dass in Deutschland rund zwei Drittel der Bevölkerung über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen verfügt. Das reichste Zehntel halte dagegen inzwischen über 60 Prozent des Geld- und Sachvermögens und vergrößere seinen Anteil seit Jahren beständig. Die wirtschaftliche Ungleichheit teilt die Menschen in Gewinner und Verlierer auf. Die Verlierer seien oft weiblich! Die EL versteht sich dagegen als Partei, die für Menschen- und Frauenrechte eintritt. Die Zuhörer waren erkennbar beeindruckt von der Fähigkeit der Referentin, komplizierte Sachverhalte verständlich darzustellen und stellten selbst viele interessante Fragen.


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