LINKE wählt ihre Kreistags- und Regionalversammlungskandidaten

03. März 2014  Allgemein

Am 01.03.2014 konnte der Kreisverbandsvorsitzende Heinrich Brinker im Theodor Rothschild Haus (Esslingen) eine stattliche Anzahl von Genossinnen und Genossen zur Verabschiedung des Kreiswahlprogramms der sowie zu Wahl der Kandidat/innen für den Kreistag und der Regionalversammlung begrüßen. Bevor die Teilnehmer in die Tagesordnung einstiegen gedachten sie des Namensgebers ihres Tagungsortes. Theodor Rothschild war der Leiter des jüdischen Waienhauses, der nach 1933 vielerlei Drangsal durch die Nationalsozialisten erdulden mußte und 1944 die in dieser Einrichtung verblie-benen Kinder in die Deportation in das KZ Theresienstadt begleitete wo er auch verstarb.Heinrich Brinker stellte in seiner Begrüßung die LINKE als die Partei dar, die konsequent für die Einhaltung und den weiteren Ausbau des im Grundgesetz verankerten Sozial-staatsprinzips eintritt. Er unterstrich namentlich, dass Einrichtungen und Instrumente
des Sozialstaates vorrangig den Bedürfnisssen der Allgemeinheit zu dienen hätten und
nicht dazu bestimmt seien, die Profite privater Unternehmen zu mehren.Im zZt noch amtierenden Kreistag vertritt Peter Rauscher (Nürtingen) die LINKE. Er stellte die Schwerpunkte seiner Arbeit im Kreistag vor , die er auch künftig im neu zu wählenden
Gremium aufrtecht erhalten will.
Bekannt wurde Rauscher mit seiner Forderung eines verbilligten Sozialtickets für öffentliche Verkehrsmittel zugunsten von Geringverdienern. Die Fahrzeuge und Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs sollten so eingerichtet werden, dass sie künftig auch von Kindern, Senioren und Behinderten gefahrlos benutzt werden können. Gerade diesen Personen sollte so gut wie möglich geholfen werden, so weitgehend wie möglich am gesellschaftlichen Leben teil zu nehmen.

Die Förderung der lokalen Wirtschaft und er dort tätigen Menschen ist ebenfalls auf Peter Rauschers Agenda ganz oben angesiedelt. Er setzt sich für eine systematische Unter-suchung der Struktur des vorhandenen Gewerbes ein. Es sollen Lücken in der Wert-schöpfungskette gesucht werden; um diese zu schließen, können dann gezielt Zuliefer-betriebe angeworben werden. Rauscher plädiert auch für verstärkte Förderung von schwer
vermittelbaren Jugendlichen, damit diese in einem öffentlich geförderten Sektor (gemein-nützige) Arbeit finden. Weiter bezeichnet es Rauscher als untragbar, dass auch öffentliche
Arbeitgeber sgn. „ein EURO Jobber“ beschäftigen, ohne, daß diese Sozialabgaben bezahlen und später der Allgemeinheit zurLast fallen. Auch in anderen Politikbereichen überzeugte Rauscher die Versammlung, sodaß er als Spitzenkandidat auf der Kreistagsliste gewählt wurde. Seine Ablehnung von „Stuttgart 21“ und sein Eintreten für eine Verbesserung des regionalen, öffentlichen Personennahverkehrs wurde von der Versammlung geteilt. Stuttgart 21,meint Rauscher, würde namentlich die jetzt schon prekäre Verkehrssituation auf den Fildern weiter verschlechtern. Dies ist auch die Auffassung von Claudia Moosmann, die schon seit Jahren die „Schwabenstreiche“ gegen Stuttgart 21 auf den Fildern organisiert und moderiert. Sie war bis vor wenigen Tagen SPD Mitglied. Das Festhalten dieser Partei an dem Stuttgart 21 Projekt war Anlaß für Frau Moosmann, diese Partei zu verlassen und bei der LINKEN ein zu treten.
Peter Rauscher und Claudia Moosmann wurden als Spitzenkandidaten für die Regional-versammlung gewählt .