Besser reich und gesund als arm und krank

04. Juni 2013  Pressemitteilungen

 

2009-11-04 Vogler, KathrinGleich zu Beginn der Veranstaltung DER LINKEN des Kreisverbands Esslingen am 29.05.2013 im Foyer der Stadthalle Plochingen stellte Referentin Kathrin Vogler MDB fest, Gesundheit ist keine Ware und darf nicht zu einem weiteren Geschäftsbereich unter Vielen verkommen. Womit sie die ständige zentrale Frage nach sozialer Gerechtigkeit ansprach.

Kathrin Vogler ist stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses und seit 2009 für DIE LINKE im deutschen Bundestag. Sie führte weiter aus, dass sich die Rößler/Merkel Koalition als nicht willens und unfähig erwiesen habe eine zuzahlungsfreie, umfassende Gesundheitsversorgung für alle Menschen dieses Landes zu garantieren. Diese bereits in den vorangegangenen Koalitionen betriebene Politik der Sozialen Kälte verstoße eindeutig gegen das Sozialstaatsgebot unseres Grundgesetzes. Es könne nicht sein, dass mit einer „Kopfpauschale“  Bezieher hoher Einkünfte wesentlich weniger Beitragsleistungen als jene mit kleinem Einkommen zu erbringen hätten

Von den anwesenden Bundestagskandidaten DER LINKEN Claudia Haydt (Wahlkreis Kirchheim-Nürtingen) und Stefan Dreher (Wahlkreis Esslingen)  wurde die Situation der Klinikstandorte im Landkreis Esslingen angesprochen. So stellte Stefan Dreher dar, dass der Bund und das Land gesetzlich verpflichtet seien, Bau und Unterhalt kommunaler Kliniken zu finanzieren.  Dieser Verpflichtung würde man sich aber mit wohlfeilen Kostenargumenten zu entziehen versuchen und damit privaten Klinikbetreibern in die Hände arbeiten, die Pflege und medizinische Betreuung kranker Mitbürger/-innen ihren Profitinteressen unterordnen wollten. Dies stünde aber in krassem Widerspruch zum Zweck jeglicher Pflege und Heilbehandlung kranker Menschen.

Auch Armut der Betroffenen dürfte kein Grund sein, diesen notwendige, medizinische Maßnahmen vorzuenthalten, denn gerade Armut sei , wie Kathrin Vogler ausführte, eine der am Weitesten verbreiteten Krankheitsursachen. Es sei eine bekannte Tatsache, dass die heutigen Anforderungen des Arbeitsalltages wie Stress, lange Wege zum Arbeitsplatz, ungünstige Arbeitszeiten, prekäre Arbeitsverhältnisse  und niedrige Löhne Menschen krank machten. Dies würde auch auf viele im medizinischen Pflegebereich  tätige Menschen zutreffen.

Katrin Vogler erklärte weiter, DIE LINKE wolle daher eine Gesundheitspolitik  realisieren,  die sich am tatsächlichen Bedarf orientiere. Versorgung  müsse ganzheitlich und integriert organisiert werden. Ärzte, Krankenhäuser u.a. Einrichtungen sollen zusammen und nicht (aus Profitgründen) gegen einander arbeiten.

DIE LINKE fordere ein  Steuersystem, das höhere Einkommen stärker belaste. Dadurch würde eine öffentlich organisierte, von den Krankenkassen und Ländern gemeinsam und solide finanzierte Krankenhauspolitik  möglich

In der Diskussion wurde der Unmut der Zuhörer spürbar, dass der Mensch und seine Gesundheit  als Ware angesehen und den Spielregeln des Marktes unterliegen würde. Die Referentin wies darauf hin, dass die Einflüsse der Lobbyisten auf die Politik ein katastrophales Ausmaß angenommen hätten. So fordert DIE LINKE schon seit langem Richtlinien für Lobbyisten damit endlich die Interessen der Bevölkerung Vorrang haben.


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