Peter Rauscher im Kreistag

 

Landschaftserhaltungsverband 14. April 2016

Die Idee der Landschaftserhaltungsverbände mit ihrem breiten Aufgabenspektrum

der Biotop- und Landschaftspflege,

der extensiven Nutzung von Land,

des Erhalts und der Offenhaltung der Kulturlandschaften,

der Biotopvernetzung,

der Erstellung von Managementpläne für Natura 2000-Gebiete. Dies ist ein gutes Instrument der Umsetzung von Landschaftspflege und Naturschutz.

Ein solcher Verband muss im Sinne des Naturschutzes den Konsens der Zusammenarbeit mit Behörden, Naturschutzverbänden, Land- und Forstwirtschaft sowie Handel und Gewerbe suchen und fördern. Seine Arbeit ist die Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Behörden.

Dabei sind zwei Hauptziel notwendig: Die langfristige Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft unserer Streuobstweisen im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb sowie der Erhalt der Artenvielfalt. Der LEV hat die zentrale Funktion bei der Landschaftspflege und den Maßnahmen der Natura 2000- Managementpläne. Kommende Aufgaben kann damit der Landkreis gut bewältigen. Hat der Landkreis doch 11 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete und drei Vogelschutzgebiete.

Doppelstrukturen des LEV mit dem „Naherholungsverein Schwäbische Alb“ sind wegen unterschiedlichen Aufgabenstellungen nicht zu befürchten. Da bei der Umsetzung von Landschaftspflegemaßnahmen und bei der Erhaltung extensiver Landwirtschaft Schäfer, Landwirte und Forstwirte benötigt werden, die einen wesentlichen praktischen Beitrag leisten, können dies Partner zusätzliches Einkommen erwirtschaften. Durch den LEV entsteht so ein Mehrwert für die Landwirtschaft.

Das Bundesnaturschutzgesetz empfiehlt das Instrument der Landschaftspflegeverbände. Nun besteht die Möglichkeit einen solchen gemeinnützigen, eingetragenen Verein zu installieren und durch finanzielle Unterstützung durch das Land entstehen vertretbare Bedingungen zur Gründung des Vereins.

Wir möchten den LNV unterstützen und beantragen daher:

Der LEV-Vorstand im Kreis Esslingen sollte aus 9 Personen bestehen;
ein Fachbeirat sollte als Kann-Bestimmung in die Satzung aufgenommen werden; und
– die Höhe des Mitgliedsbeitrags für anerkannte Naturschutzvereinigungen sollte maximal Euro 50,00 betragen.

Zu hoffen bleibt, dass alle Städte und Gemeinden sowie weitere juristische und natürlich Personen sich an der Mitgliedschaft beteiligen, so dass der Nettoaufwand für den Landkreis bei ca. 52 000 Euro bleibt.

Die Fraktion DIE LINKE stimmt der Beschlussvorlage zu!